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Familientörn

Törndauer:

2 Woche

Törnlänge:

355 Seemeilen

Revier:

Marmaris

Yachtname:

Tabaluga

Registriert:

Deutschland

Yacht Typ:

Bavaria 42

Baujahr:

2003

Länge:

12,80 m

Verdrängung:

11 Tonnen

Tiefgang:

2,05 m

22.05.2010 Marmaris

Am Samstag Mittag gegen 14:00 Uhr kamen wir in der Marina an. Das Boot war vorbereitet und wir erledigten direkt die Bootübergabe. Da ich das gleiche Boot bereits 6 Wochen zuvor als Co-Skipper gesegelt bin, ging die Übergabe sehr zügig.
Nachmittags erledigten machten wir noch die Sicherheitseinweisung, für meine Eltern war das neu, der Rest der Crew (meine Kinder und meine Frau) kannte die Prodedur schon.
Dann gings ans bunkern der Lebensmittel und Getränke.

 

 

23.05.2010 Marmaris-My Marina

Nach dem Auslaufen sind wir einige Mann über Board Manöver gefahren, nicht das der Skipper über Board geht und keiner kann ihn retten.
Danach gemütliches Segeln zur My Marina um 17:30 Uhr legten wir an, nach dem vorangegangenen Familientörn lief alles perfekt ab. Meine Frau bediente die Mooring, meine Tochter und ich die Heckleinen und Julian mein Sohn durfte die Fender ausbringen.
Das Abendessen in der MyMarina war wieder mal richtig klasse und damit steht fest, dass wir das nächste mal wohl wieder hier festmachen werden :-)

24.05.2010 My Marina-Marina Fethiye

Wir liefen am Montag um 10:10 aus und konnten bei schönem Wind 10-20kn um 10:30 die Segeln setzten. Gegen 15:30 war Flaute (Wind hat gedreht) und wir haben das letzte Stück mit dem Motor zurückgelegt. Um 17:00 Uhr mussten wir dann mit stärkerem Seitwind anlegen, war aber kein großes Problem, da ein Mitarbeiter der Marina die Mooring bereits frühzeitig per Schlauchboot meiner Frau übergab. Danach war das Anlegen kein Problem. Die Kosten in der Marina sind relativ hoch und um unser Boot anzumelden musste ich vom Gastlieger um die komplette Marina laufen. Das dann noch 3x da der Strom nicht funktionierte.
Dann war natürlich der Fischmarkt an der Reihe, wir kauften den Fisch bei den Ständen und er wurde direkt gegenüber für 5 TL je Portion zubereitet. Incl. Salat und Brot war das Essen sehr günstig.

25.05.2010 Fethiye-Cold Water Bay

Nachdem wir noch etwas durch Fethiye gebummelt sind, haben wir um 13:00 Uhr abgelegt und sind zur Cold Water Bay gesegelt. Um 17:30 fiel der Anker, Ali hat wie auch das letzte mal schon, dabei geholfen. Einziges Problem war, dass in den Schiffspapieren 70m Ankerkette steht, die Kette aber bereits nach 50m aus war. Deswegen mussten wir eine lange Landleine ausbringen uns fehlten ca. 10m. Nochmals den Anker aufholen wollten wir nicht, da wir Probleme mit der Bedienung hatten (Wackelkontakt). Per Dingi sind wir dann an Land übergesetzt und haben beim Ali sehr gut gegessen.

26.05.2010 Cold Water Bay-Kalkan

Heute wollten wir Strecke machen und das bei wenig Wind. Da blieb nur der Motor. Abgelegt haben wir gegen 11:00 Uhr und sind bis 15:30 gemotort. Das Anlegen in Kalkan ist interessant, ein kleiner Hafen und jeder legt seinen Anker wie er will. Da wir nicht allzu viel Kette stecken wollten hielt der Anker erst auf den dritten Versuch. Meine Eltern schenkten meiner Frau und mir einen gemütlichen Abend, d.h. wir durften durch die Stadt schlendern und Essen gehen, während die Kinder von meiner Mutter an Board verpflegt wurden. Wir fanden ein sehr schönes Restauraunt mit Blick auf den Hafen und unser Boot. Nachdem wir die Vorspeise geschafft hatten, gingen starke Böhen durch den Hafen. Na ja ich bin dann sicherheitshalber zum Boot gegangen und habe noch den ein oder anderen Fender ausgebracht. Die Boote lagen sehr eng, da eine Gulet sich noch zwischen die Boote gequetscht hatte. Nachdem das Boot gesichert war, konnte ich mich der Hauptspeise widmen.

27.05.2010 Pataras

Badetag in Pataras, wir sind mit einem Taxi nach Pataras gefahren und haben gebadet und das bei ca. 4-5Bfd - mein Herz hat geblutet. Wunderschöner Strand mit hohen Wellen. Falls kein Wind geht auch für Segler zu empfehlen !

28.05.2010 Kalkan-Kekova

Um 10 Uhr haben wir den Anker aufgeholt und er war frei. Später haben wir erfahren, dass unsere Nachbarn in Kalkan (eine edle HR) 50Euro für den Taucher bezahlen sollten. Er hat sich dann beim "Bürgermeister" beschwert und es scheint so, dass dies eine Masche der dort liegenden Tauchbote ist, ihren Anker quer über alle anderen zu legen und dann dafür zu kassieren.
Kalkan ist einer der schönsten Hafenstädte der Türkei, zumindest bei den wir bisher waren :-)
Wir fuhren bei wenig Wind bis Kekova unter Motor um 15:00 Uhr legten wir mit Anker und Heck zur Pier an. Später sahen wir, dass einige Liegeplätze auch Moorings hatten, der Hafenmeister uns aber wohl keine geben wollte.
Per Dingi ging es noch in eine Badebucht, da die Pier sehr dreckig war.
Danach sind wir zum Hassan "Bester Koch vom Mittelmeer" gegangen und haben wirklich die best gegrillte Dorade gegessen.

29.05.2010 Kekova-Müra-Bucht bei Kas

Morgens fuhren wir mit dem Auto nach Müra und besuchten das St. Nickolaus Museum, es war eine abenteuerliche Fahrt in Serbentinen rauf und runter. Das Museum ist sehr klein und für 8 Euro Eintritt auch recht teuer.
Danach sind wir noch etwas durch die Gegend gebummelt.
Um 15 Urh sind wir zuerst zu den versunkenden Sarkophargen und danach Richtung Kas gelaufen. Der Wind kam direkt von Vorne weswegen wir kreuzen mussten, hat aber nach der Motorerei wieder richtig Spaß gemacht.
Wir haben dann gegen 17:00 Uhr südlich von Kas an einem Restaurant Anker und Heck zur Pier festgemacht. Beim Anlegen bekam ich dann doch bedenken, da direkt vor dem Steg ein großer Felsen im Meer lag, meine Nachfrage wie tief es dort sei wurde dann mit Achselzucken beantwortet. Daraufhin schickte ich meine Crew ins Wasser um selbst nachzusehen. Der Fels lag bei ca. 2,30-2,40m und damit doch recht Knapp unter unserem Kiel. Da wir eh das einzige Schiff waren haben wir uns schräg an dem Steg festgemacht, damit der Felsen Querab lag. Essen war gut, allerdings gab es gefühlte 100.000 Mücken.

30.05.2010 Kas-Karacaoren Bucht

Wir sind um 9:30 Ausgelaufen und wollten das Stück bis zur Bucht von Fethiye hinter uns lassen, da wir kaum Wind hatten sind wir fast die ganze Zeit motort. Auf dem Hinweg hatten wir bei Ali in der Cold Water Bay geankert, das wollten wir nicht schon wieder machen und dachten uns das diese Bucht eine gute Idee sei. Angelegt haben wir um ca. 16:00 Uhr an einer Mooring mit Heckleine zum Land bei sehr sauberem Wasser. Schnorcheln bzw. Baden war angesagt. Abends gingen wir zum Essen in das Restaurant, das war das teuerste Essen überhaubt und von der Qualität sehr einfach und auf keinem Fall dem Preis angemessen. Morgens standen wir dann alle schon in Badehosen bereit um zu baden, leider war die ganze Bucht voller Dreck, wahrscheinlich hatte einer der Sunsailers die Seeventile nicht korrekt bedient und die Toliette direkt ins Meer gepumpt.
Bei dem ganzen Dreck verging uns auch das Frühstück und wir haben sofort abgelegt.

31.05.2010 Bucht-Fethiye (Yes-Marina)

Nach dem Auslaufen sind wir baden gegangen. Wunderschönes Wasser und bei leichtem Wind konnten wir uns hinter dem Boot herziehen lassen.
Gegen 11:00 Uhr liefen wir bereits in Fethiye ein, da wir etwas übestürzt bereits um 9:00 Uhr ausgelaufen sind.
Dieses mal wollten wir zur kleinen YesMarina. Die ECE Marina in Fethiye war uns zu groß. Abends gingen wir in das neue Restaurant in der YesMarina, absolut perfekt, sehr edel, super Essen und sehr günstig. Für 6 Personen haben wir mit Vor-,  Haupt- und einer kleinen Nachspeise 190TL ca. 100 Euro bezahlt und das bei dem super Essen !
Die Marina selbst hatte 30 Euro gekostet.

01.06.2010 Fethiye-Quellenbucht

Am Morgen haben wir den Dienstagsmarkt von Fethiye besucht, der ist riesig und es werden alle Erzeugnisse aus der Gegend angeboten. Der ist auf jedenfall ein Besuch wert. Ob man auch auf den "Kleider-Markt" geht, ist dann wohl Geschmakssache. Als wir dann zurück sind von unserem Stadtbesuch erfahren wir, dass unser Liegeplatznachbar bei starkem seitlichen Wind abgelegt hat und uns am Bug geschrammt hat. Dabei hat er bei uns einen kleinen Schrammer und bei sich wohl einen großen produziert, er ist bei uns am Anker hängengeblieben und hat sich die Seite verletzt.
Wir sind dann um 12:45 ebenfalls ausgelaufen, es hatte einen starken Wind !
Wir haben bereits beim setzen der Segeln das Groß auf ca. 30-40% gerefft und das Vorsegel auf ca. 50%. Bei fast 8 Bfd Wind (siehe Beweisfoto :-) sind wir eine der wenigen Yachten gewesen, die segelten. Um 15:00 Uhr liefen wir die Quellenbucht an und gingen Baden.
Im Restaurant haben wir Abends ganz gut gegessen leider war es viel zu viel und auch nicht ganz billig.

 

02.06.2010 Quellenbucht-Piratenbucht (Asin Koyu)

Morgens sollten die Kinder Brot aus dem Restaurant holen (selbstgebackenes Pfladenbrot), Sie wollten 5TL, meine Tochter hat gehandelt und hätte es für 4TL bekommen, dann haben wir meinen Vater zum verhandeln geschickt, er bekam es dann für 3TL.
Nach dem Frühstück sind wir um 9:45 ausgelaufen, gegen 13:30 haben wir die Bucht erreicht. Wir konnten direkt in der westlichen Bucht Ankern und eine Landleine um den großen Felsen in der Mitte des Strandes befestigen.
Gebadet und geschnorchelt war wieder angesagt, in der Bucht hatten wir mit das sauberste Wasser. Abends gab es Spagetti - unsere Notration.

03.06.2010 Piratenbucht (Asin Koyu) - Yachtclub Kukulubuku

Das Ablegen hatten wir besprochen und so gaben wir lose auf die Landleine, meine Tochter löste die Leine vom großen Felsen und danach hollten wir die Landleine ein. Bisher war es dann so, dass meine Tochter sich am Ende der Landleine festhielt und wir sie mit der Landleine einholten, dieses mal nicht. Meine Tochter lies die Landleine los und wir trieben, der Anker zog uns nach vorne, von meiner Tochter weg. Den Rückwergsgang konnte ich auch nicht einlegen, da wir die Landleine noch im Wasser hatten. Ziemlich abgekämpft, ich glaube sie dachte wirklich wir lassen sie zurück, kam sie schwimmend auf dem Schiff an.
Das kurze Stück quer vor dem Sperrgebiet haben wir noch Segeln können und legten im Yachtclub vor den Toren Marmaris an.
Der ganze Yachtclub ist sehr gepflegt und wir gingen edel Essen, nicht ganz billig, war das teuerste Essen überhaubt. Wir haben aber auch alle zum Abschied noch mal richtig zugelangt. Der Clou, nachts sind Scheinwerfer am Meeresgrund angeschaltet und wir sind vom Restaurant zu unserem Boot geschwommen.

04.06.2010 Yachtclub-Marmaris

Vormittags haben wir noch gefrühstückt und sind in der schönen Yachtclub Anlage gebadet und haben die Liegen verwendet.
Um 11:30 sind wir dann ausgelaufen um in Marmaris direkt zu tanken, ab 15:00 Uhr ist immer die Hölle los, so dachte ich wäre es besser früher zu tanken. Leider war gerade eine Motoryacht beim Tanken, ich glaube der hat über 45min getankt während ich Kreise gefahren bin. Nach dem Tanken haben wir in Marmaris anglegt, wie immer bei 18kn Wind von der Seite - ist das hier immer so ?
Bei der Schiffstübergabe war alles ok der von unserem Nachbarlieger in Fethiye verurschte Schrammer sein kein Problem. Unser Vercharterer sagte das der Schaden bei ca. 50 Euro liege und den Eigner zu ermitteln wohl teurer käme (wir hatten den Schiffsnamen und Hafen).
Abends gingen wir in ein Steakrestaurant direkt am Hafen, eines der besten Steaks das ich je gegessen habe :-)

05.06.2010 Marmaris

Unser letzter Tag, vormittag gingen wir in die Stadt bummeln und am Nachmittag lagen wir am Pool und haben auf unseren Transfer zum Flughafen Bodrum gewartet.
War ein super Urlaub !

Übersichtskarte

Hast Du keinen Motorkegel,
fahr einfach alles nur mit Segel.